Mehr Sicherheit und effizientere Flächennutzung
Durch die Kombination von FRS und Lärmschutzwand kann das System unmittelbar an der Fahrbahn angeordnet werden. Fahrzeuge werden frühzeitig zurückgehalten, während Wartungspersonal, Fußgänger und Radfahrer hinter der integrierten Lärmschutzwand geschützt geführt werden.
Die geschlossene Konstruktion schützt zudem vor Spritzwasser, Schmutz, Trümmerteilen und Luftdruckstößen vorbeifahrender Lkw. Die Positionierung der Lärmschutzwand unmittelbar an der Schallquelle verbessert zugleich die Lärmschutzwirkung.
Da der Abstand zwischen FRS und Lärmschutzwand entfällt, steht mehr nutzbare Breite zur Verfügung. Dies ist insbesondere bei innerstädtischen Brücken mit begrenztem Platzangebot von Vorteil, da dieser Raum beispielsweise für Geh- und Radwege genutzt werden kann.
Vereinfachte Bauwerksüberprüfung, Instandhaltung und wirtschaftliche Montage
Durch die Integration von FRS und Lärmschutzwand wandert die Lärmschutzwand vom Brückenaußenrand an die Vorderseite der Brückenkappe. Somit wird die Lärmschutzwand über den dahinter liegenden Geh- bzw. Wartungsbereich einfacher zugänglich. Dies erleichtert Bauwerksüberprüfungen sowie Inspektions- und Instandhaltungsarbeiten und reduziert den langfristigen Betriebsaufwand.
Das modulare System wird direkt auf der Brückenkappe mit einer Verankerungstiefe von lediglich 12 cm befestigt. Dadurch bleibt die Bauwerksabdichtung unberührt. Die standardisierte Bauweise ermöglicht kurze Sperrzeiten, einen einfachen Austausch einzelner Elemente, sowie Montageleistungen von bis zu 200 m fertiger Lärmschutzwand pro Tag.
Die Betonschutzwand kann bereits während der Bauphase als temporäres FRS genutzt und anschließend mit der Lärmschutzwand ergänzt werden. Dadurch reduzieren sich Materialtransporte, Montageaufwand und Bauzeit. Für Brückendilatationen steht eine speziell entwickelte Systemlösung mit Beton-Sonderelement und Stahlabdeckhaube zur Verfügung.
Fazit
Das integrierte REBLOC-System vereint Verkehrssicherheit, Lärmschutz und brückengerechte Lastabtragung in einer modularen Konstruktion. Geringes Eigengewicht, minimale Verankerungstiefe und die intelligente Verteilung von Wind- und Anpralllasten reduzieren die Beanspruchung des Bauwerks deutlich gegenüber konventionellen Lösungen.
Gleichzeitig verbessert die unmittelbare Positionierung am Fahrbahnrand die Lärmschutzwirkung, schafft zusätzliche Flächen für Geh- und Radwege und erhöht die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer. Die nach DIN EN 1317-2 nachgewiesene Leistungsfähigkeit, die hohe Montagegeschwindigkeit und die wirtschaftliche Bauweise machen das System zu einer zukunftsweisenden Lösung für moderne Brückenbauwerke.