REBLOC überzeugt
im Crashtest mit Elektrofahrzeug
Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen steigen auch die Anforderungen an die passive Verkehrssicherheit. Fahrzeug-Rückhaltesysteme müssen heute gewährleisten, dass sie Elektrofahrzeugen denselben Schutz bieten können, wie Fahrzeugen mit konventionellem Antrieb. REBLOC hat die Leistungsfähigkeit seiner Betonschutzwände nun in einem Crashtest gemäß DIN EN 1317-2 mit einem schweren Elektrofahrzeug erfolgreich nachgewiesen.
Erfolgreicher Crashtest mit einem Tesla Model 3
Im Rahmen eines Crashtests untersuchte REBLOC das Verhalten einer verankerten, 80 cm hohen Betonschutzwand bei der Kollision mit einem Elektrofahrzeug. Als Testfahrzeug kam ein Tesla Model 3 mit einem Gewicht von rund 1.900 kg zum Einsatz.
Der Versuch wurde mit einer Anprallgeschwindigkeit von 110 km/h und einem Anprallwinkel von 20° durchgeführt. Die Versuchsbedingungen entsprachen den Anforderungen des TB32 Tests gemäß DIN EN 1317-2. Während die Norm für den TB32 Test ein Fahrzeuggewicht von 1.500 kg vorsieht, war das eingesetzte Elektrofahrzeug rund 400 kg schwerer. Daraus ergab sich eine Anprallenergie von 103,8 kJ – und damit rund 28 % mehr als beim standardisierten TB32 Test.
Die Ergebnisse fielen äußerst positiv aus. Das Fahrzeug zeigte sowohl während als auch nach dem Anprall ein kontrolliertes Fahrverhalten mit sicherer Umlenkung und kontrollierter Verzögerung. Die Schutzwand erfüllte ihre Funktion uneingeschränkt ohne jede Verschiebung und es lösten sich keine Bauteile der Schutzeinrichtung. Die Betonschutzwand blieb vollständig intakt und behielt ihre volle Funktionsfähigkeit.
Auch das Verhalten des Fahrzeugs erfüllte die Erwartungen. Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Zustand der Fahrzeugbatterie nach dem Anprall. Da vergleichbare Untersuchungen bislang nur in begrenztem Umfang vorliegen, stellte dieser Aspekt einen wesentlichen Bestandteil des Tests dar. Die Batterie blieb jedoch optisch unversehrt und es wurden keinerlei Hinweise auf Beschädigungen festgestellt, die zu Rauchentwicklung, einem thermischen Ereignis oder einem Brand hätten führen können.
Aus Sicherheitsgründen wurde das Fahrzeug unmittelbar nach dem Anprall geborgen und in einem speziell dafür vorgesehenen Container untergebracht, welcher mit Rauchmeldern und einem Flutungssystem ausgestattet war. Das Fahrzeug wurde anschließend 48 Stunden lang überwacht. Während dieses Zeitraums und auch darüber hinaus konnten keine Anzeichen einer Fehlfunktion oder einer Selbstentzündung der Batterie festgestellt werden.
Eine amüsante Randnotiz des Versuchs: Das automatische Notrufsystem des Tesla blieb trotz der Kollision funktionsfähig und verständigte selbstständig die Rettungskräfte. Zur Überraschung des Testteams erschien daraufhin tatsächlich die Polizei am Testgelände. Dies verdeutlicht, dass sicherheitsrelevante Fahrzeugfunktionen auch nach einem schweren Anprall weiterhin zuverlässig arbeiten.
Aktuelles Thema für die Verkehrssicherheit
Elektrofahrzeuge werden in den bestehenden Regelwerken zur Prüfung von Fahrzeug-Rückhaltesystemen bislang nicht berücksichtigt. Entsprechend begrenzt sind die verfügbaren Erkenntnisse über die Wechselwirkung zwischen Elektrofahrzeugen und Schutzeinrichtungen im Straßenverkehr.
Einige Untersuchungen in Nordamerika mit Elektrofahrzeugen und Stahlschutzplanken haben mögliche Herausforderungen aufgezeigt. Durch die im Fahrzeugboden integrierte Batterie liegt der Fahrzeugschwerpunkt bei Elektrofahrzeugen tiefer als bei vergleichbaren Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Dadurch kann es unter bestimmten Bedingungen zu einem Anheben der Schutzplanke kommen, wodurch das Fahrzeug diese Schutzeinrichtungstypen teilweise unterfährt.
Der von REBLOC durchgeführte Crashtest hat gezeigt, dass Fertigteil-Betonschutzwände eine robuste und zuverlässige Lösung für die Anforderungen moderner Fahrzeugflotten darstellen. Das positive Verhalten sowohl der Schutzeinrichtung als auch des Elektrofahrzeugs hat die Eignung von Betonschutzwänden für den Einsatz auch mit schweren Elektrofahrzeugen bestätigt.
Betonschutzwände für die Anforderungen der Elektromobilität
Mit dem weiterhin zunehmenden Anteil an Elektrofahrzeugen gewinnt die Prüfung von Fahrzeug-Rückhaltesystemen unter realitätsnahen Bedingungen immer mehr an Bedeutung. Der durchgeführte Crashtest hat wichtige Erkenntnisse über das Zusammenspiel von Elektrofahrzeugen und einer Schutzeinrichtungen aus REBLOC Betonschutzwandfertigteilen geliefert. Die erfolgreichen Testergebnisse bestätigen, dass Betonschutzwände den besonderen und erhöhten Anforderungen moderner Elektrofahrzeuge gerecht werden und stellen damit eine zukunftssichere Lösung für die Verkehrsinfrastruktur und die Sicherheit im Straßenverkehr dar.